Rechtliche und politische Rahmenbedingungen als Grundlage für sozial-ökologische Transformationen. Die Themenfelder Nachhaltigkeit, ländliche Räume, Klima- und Gewässerschutz, Biodiversität, Wald, Landwirtschaft und Energie

Prof. Dr. Perdita Pohle, Maximilian Brönner, Dr. Andrés Gerique, Dr. Julia Kieslinger, Lauritz Lederer

Abstract


In diesem Artikel werden die wichtigsten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für sozial-ökologische Transformationen unter den Bedingungen des Klimawandels in den Themenfeldern Nachhaltigkeit, ländliche Räume, Klima- und Gewässerschutz, Biodiversität, Wald, Landwirtschaft und Energie auf verschiedenen Ebenen (Global, EU, BRD, Bayern) analysiert. Es zeigt sich u.a., dass ambitionierte Zielsetzungen ohne Ergebnisverpflichtungen, sektorale Interessenskonflikte / Zielkonflikte (z.B. zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Energiewirtschaft) sowie sich überschneidende Zuständigkeiten zwischen den Handlungsebenen gravierende Hindernisse auf dem Weg zum angestrebten 1,5-Grad-Ziel des globalen Temperaturanstiegs und zu mehr Nachhaltigkeit in allen Sektoren darstellen. Um derzeitige Krisen zu bewältigen, die Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die notwendigen sozialökologischen Transformationen zu vollziehen, sollte konsequent eine Dreifachstrategie verfolgt werden mit der Festlegung und Einhaltung regulatorischer Rahmenbedingungen (Top-down-Ansatz), der Unterstützung von zivilgesellschaftlichem Engagement (Bottom-up-Ansatz) sowie der Förderung transformativer Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung (In-between-Ansatz).

Volltext:

PDF




© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)