Metareflexive Phasen zu den geographischen Raumkonzepten und deren Einfluss auf die Schüler*inneneinstellungen zu diesen. Theoretische Grundlagen und empirische Untersuchung

Bernhard Thieroff

Abstract


Die vier Raumkonzepte des Curriculum 2000+ gelten in der geographiedidaktischen Debatte als eine Möglichkeit, eine multiperspektivische Betrachtung des zentralen Konzepts der Geographie, dem Raum, zu ermöglichen. Zugleich ist sowohl in Bezug auf Verhaltens- als auch auf Lernprozesse dem sozialpsychologischen Einstellungskonstrukt eine besondere Bedeutung einzuräumen. Bette & Schubert (2014, 2015) konnten in ihrer grundlegenden Studie zeigen, dass im Geographieunterricht noch relativ selten mit den Raumkonzepten gearbeitet wird und dass die „klassischen“ Raumkonzepte von den Schüler*innen positiver bewertet werden als die „neuen“ und forderten daher die explizite sowie metareflexive Arbeit mit diesen Konzepten. Dies greift die vorliegende Studie in einem Prä-Post-Design mit zwei Untersuchungsgruppen der 10. Jahrgangsstufe des bayerischen Gymnasiums auf, konnte dabei allerdings keinen Einfluss der Metareflexion auf die allgemeinen Einstellungen zu den Raumkonzepten nachweisen. Allerdings ergab sich durch die Metareflexion eine statistisch signifikante Verschiebung der Bewertung von den „physischmateriellen“ hin zu den „subjektiv-konstruktivistischen“ Raumkonzepten.

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© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)