Die bayerische Biotopkartierung. Eine unterschätzte Ressource zur Untersuchung der Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf den Naturschutz

Sven Rubanschi, PD Dr. Sebastian T. Meyer, Prof. Dr. Wolfgang W. Weisser

Abstract


Eines der maßgeblichen Themen des 21ten Jahrhunderts ist der Klima- und Landnutzungswandel. Der
damit verbundene Rückgang der Artenvielfalt wird meist mit globalen Biodiversitätsmodellen vorhergesagt.
Diese können jedoch nur globale Trends darstellen, welche für Naturschutzbehörden nur von begrenztem
Nutzen sind, da Schutz und Nutzungsentscheidungen lokal getroffen werden müssen. Um den Behörden
ein nutzbares Modell zur Verfügung zu stellen, braucht man Daten mit einer hohen räumlichen Auflösung,
die regionale geographische Besonderheiten berücksichtigen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die bayerische
Biotopkartierung, die flächendeckend alle schützenswerten Habitate in Bayern dokumentiert. In diesem
Artikel stellen wir die Biotopkartierung vor und zeigen wie wir an Hand dieser Daten lokale Biotopverbreitungsmodelle
entwickeln können, um dem Naturschutz effektive Managementmaßnahmen vorzuschlagen.
Zum Schluss appellieren wir an die Politik und Wissenschaft, den Wert der Biotopkartierung zu schätzen,
die Kartierung energisch fortzuführen und sie stärker in die wissenschaftliche Arbeit einzubeziehen.

Volltext:

PDF




© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)