Auswirkungen der Flurbereinigung auf das Landschaftsbild in den Gemarkungen Rohr und Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken)

Yvonne Panzer, Sebastian Feick

Abstract


Inwiefern die Flurneuordnungsverfahren in den Gemarkungen Rohr (Beginn 1963) und Spalt (Beginn 1976), beide Landkreis Roth/Mittelfranken, das Landschaftsbild und damit auch den ökologischen Zustand der Landschaft bis heute verändert haben, wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit am Institut für Geographie mittels einer Analyse historischer und aktueller amtlicher Luftbildaufnahmen untersucht (Panzer 2018). Anhand ausgewählter Gebietsausschnitte zeigt die Untersuchung, dass sich in der Gemarkung Rohr die Durchschnittsfläche der Flurstücke im Zuge der Neuordnung von 0,44 ha auf 1,39 ha und in der Gemarkung Spalt von 0,20 ha auf 0,46 ha vergrößert haben. Beim Vergleich der beiden Gemarkungen untereinander, werden die zwischen 1963 und 1976 veränderten gesellschaftspolitischen und damit neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen des Flurneuordnungsverfahrens in Bezug auf die Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange sichtbar. So war die Beteiligung einer Naturschutzbehörde erst bei dem Verfahren in Spalt 1976 gesetzlich vorgegeben. Dies hat zur Folge, dass, im Vergleich zu der Gemarkung Rohr, außer der geringeren Parzellengrößenzunahme v.a. eine größere Strukturvielfalt in Form von Grünpflanzungen sowie weiterer Ausgleichsflächen vorzufinden ist. Ausgehend von den Ergebnissen der Arbeit werden abschließend einige Handlungsempfehlungen für zukünftige Flurneuordnungsverfahren abgeleitet

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© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)