Der Einfluss von Landnutzung und Klimavariabilität auf die Gefäßpflanzenvielfalt in einem tropischen Hotspot der Biodiversität in Süd-Ecuador

Thorsten Peters

Abstract


Seit einigen Jahren ist bekannt, dass der globale Wandel die Biodiversität bedroht. Während in der
Vergangenheit der anthropogene Landnutzungswandel den größten Einfluss auf die Biodiversität der
unterschiedlichen Biome hatte, wird es in Zukunft der Klimawandel sein, der die Artenvielfalt verstärkt
bedroht. Dies gilt auch für den Süden Ecuadors, wo die Auswirkungen der Landwirtschaft bereits heute
deutlich sichtbar sind. So wurden während der letzten Jahrzehnte weite Teile der Andinen Täler in
Weideökosysteme umgewandelt, welche eine deutlich geringere Artenvielfalt aufweisen als die vor Ort
natürlich vorkommenden Waldökosysteme. Im Bezug zum Klimawandel lassen sich bereits heute steigende
Temperaturen und unterschiedliche Entwicklungen bei den Niederschlägen entlang des Andenhauptkammes
nachweisen. Die ökologischen Folgen dieses Wandels sind ebenfalls beträchtlich. Viele der
Andinen Arten sind an enge Temperatur- und Niederschlagsamplituden gebunden, was zu einem hohen
Grad an Endemismus und generell hohen Artenzahlen innerhalb der Region führt. Um die Auswirkungen
des globalen Wandels auf die lokalen Ökosysteme besser abschätzen zu können, sind deshalb sowohl
biogeographische Studien der Vegetation als auch regionale Studien zum globalen Wandel vor Ort nötig.

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© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)