Chinas kreative Metropolen

Klaus R. Kunzmann

Abstract


Im allgemeinen Bewusstsein des Westens ist China noch immer ein Land, dessen Wirtschaft aufgrund niedriger Arbeitskosten und einem unermesslichen Arbeitskräftereservoir vor allem billige Industrieprodukte herstellt und diese im Austausch gegen Technologien oder Konsumprodukte ins Ausland liefert. Doch dies ist nur eine Dimension der chinesischen Wirtschaft. Seit fast zwei Jahrzehnten bemüht sich die chinesische Regierung den strukturellen Wandel des Agrar- und Industriestaates voranzutreiben und eine global wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen, vor allem das lange vernachlässigte innovative Segmente der Wirtschaft.
Dazu gehören Wissensindustrie, lokale Kultur- und Kreativwirtschaft, zusammen mit der Entwicklung einer modernen kulturellen Infrastruktur (Göbel 2015; Schulte 2015; Kahn-Ackermann 2015). Dies geschieht in einem Maße, wie es in Europa nicht erfolgt, ja nicht erfolgen könnte. Die beiden Handlungsfelder haben für Wirtschaft und Gesellschaft des Landes und die Zukunft der Städte in China große Bedeutung.

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© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)