E-Partizipation als neuer Impuls in stadtplanerischen Prozessen? Von den Visionen der Stadtplanenden zu den Utopien der BürgerInnen

Katrin Franz, Isabella Haidl, Kerstin Hartmann, Felix Lehnhoff, Sofrony Riedmann, Christian Bittner, Benedikt Orlowski

Abstract


Dieser Beitrag schließt an die Debatte um die Potentiale so genannter Web-2.0-Technologien für kollaborative
Wissensproduktion und demokratische Teilhabe an. Die AutorInnen gehen der Frage nach, in
wie weit Prozesse der Stadtplanung und -entwicklung durch Instrumente der E-Partizipation verändert
werden. Untersucht wird dies sowohl für die Ebene der sich an Stadtplanung beteiligenden AkteurInnen,
als auch für die Ebene der diskutierten Inhalte. Dafür werden mehrere Fallstudien aus Hamburg und Nürnberg
vorgestellt, bei denen verschiedene Sichtweisen von VertreterInnen der öffentlichen Verwaltung, von
BürgerInneninitiativen und privaten Dienstleistungsunternehmen analysiert werden. Der Beitrag kommt zu
dem Schluss, dass sich durch E-Partizipation gewisse emanzipatorische Potentiale ergeben, durch eine
Öffnung und inhaltliche Anreicherung von Debatten, sowie eine erhöhte Transparenz von Entscheidungsprozessen.
Gleichzeitig zeigt sich aber auch die Beharrungskraft hierarchischer und exkludierender Strukturen
in der Stadtpolitik, denen sich durch E-Partizipation kaum begegnen lässt.

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© 2012 Fränkische Geographische Gesellschaft
Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (ISSN 0071-8173)
Unterstützt vom Institut für Geographie, Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)