PD Dr. Thomas Schmitt & Jonas Lendl, M.A. (Institut für Geographie, FAU Erlangen-Nürnberg)

Das Programm ‚Kulturhauptstadt Europas‘ zwischen internationalen und städtischen Kulturpolitiken


Montag, 25. Juni 2018; 18:30 im Hörsaal C, Kochstraße 4, Eingang Hindenburgstraße

Eintritt:
FGG-Mitglieder: frei
Nichtmitglieder: 3,00 Euro, Studierende: 1,50 Euro
Schulklassen nach Anmeldung - frei.

Zusammenfassung:

Derzeit vergibt die Europäische Union für jedes Jahr an zwei Städte den Titel „Kulturhauptstadt Europas“. Das entsprechende Programm wurde in den 1980er Jahren von Kulturpolitikern initiiert, um ein Gegengewicht gegen ein rein marktwirtschaftliches Verständnis des europäischen Einigungsprozesses zu bilden. Derzeit bereiten mehrere deutsche Städte – darunter Chemnitz, Dresden, Hannover, Magdeburg und Nürnberg – ihre Bewerbungen für das Kulturhauptstadtjahr 2025 vor. Aus diesem Anlass möchten wir uns mit dem Kulturhauptstadt-Programm auseinandersetzen und seine verschiedenen Facetten beleuchten: Handelt es hierbei um ein Stadtmarketing- oder um ein Stadtentwicklungsprojekt oder um eine Plattform für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Rolle von Kultur in der Stadt? Welche „Kultur“ wird hierbei überhaupt angesprochen, und welche Rolle können Kunst und kulturpolitische Projekte für Städte spielen? Wie spiegeln sich andererseits die Krisen Europas in den Kulturhauptstädten und den laufenden Bewerbungsprozessen? Entsprechenden Fragen möchten wir in dem Vortrag nachgehen.

 

Kontakt PD Dr. Thomas Schmitt & Jonas Lendl

E-Mail: thomas.m.schmitt@fau.de
Homepage: https://www.geographie.nat.fau.de/person/thomas-schmitt/

E-Mail: jonas.lendl@fau.de
Homepage: https://www.geographie.nat.fau.de/person/jonas-lendl/

Foto: Canal dolly, Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.


Themenschwerpunkt Frühjahr/Sommer 2018:
Städtische Zukunft"
Moderation: Prof. Dr. Tobias Chilla

Der Drang in die Stadt ist allgegenwärtig: Metropolisierung und Verstädterung sind dominante Trends, die in sehr unterschiedlichen Facetten und räumlichen Kontexten diskutiert werden – ob im globalen Süden, in Bayern oder als Prinzip räumlicher Entwicklung, die Debatte ist sehr vielschichtig. Die Fränkische Geographische Gesellschaft freut sich auf sehr renommierte Redner, die wichtige Facetten der Debatte herausstellen.